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Die geliebte Tomate und wie es kam, dass sie nicht mehr so schmeckt wie früher

7minutesonline.com – von Kristina Jurosz – 12.02.2017

Die geliebte Tomate und wie es kam, dass sie nicht mehr so schmeckt wie früher.

Jedes Jahr reifen ca 170 Millionen Tonnen dieser Frucht in der Welt.

Vor 2500 Jahren wurde sie in Süd- und Mittelamerika das erste Mal angebaut. Von dort kam sie mit den Amerikaentdeckern – den Spaniern – im 16.Jh. nach Europa. Erst haben die Europäer ihre Blüten und damals nur gelbe Früchte als Zimmerpflanze auf ihren Fensterbrettern bewundert. Man war der Meinung, die Früchte sind giftig. Später haben sie aber doch den köstlichen Geschmack entdeckt und so ist die Tomate zu einer der beliebtesten Früchte geworden. Frucht, oder Gemüse? Das ist und bleibt die Frage.

Erst nach dem 2.Weltkrieg fing man mit der Großproduktion an. Der süße Geschmack und  das verführerische Aroma wurden intensiv veredelt.

Es kam der Wunsch auf, die Früchte gegen Krankheiten und für den Transport zu stärken. Auch die Haltbarkeit ist zum wichtigen Anspruch geworden. Heute bleibt die Tomate bei richtiger Lagerung Wochen frisch.

Bevorzugt werden große Früchte, also hat man Arten angepflanzt, die viel Wasser speichern und so große Früchte liefern. Allerdings lagern sie dann weniger Nährstoffe und Essenzen ein, was zum Verlust von Aroma und Geschmack führt.

Den Geschmackverlust kann man der Veränderungen von 13 Essenzen zuschreiben, die im Laufe der Veredelung für höhere Erträge verloren gingen. Auch die Peruaner und Mexikaner haben schon versucht große Früchte zu produzieren und so kam es zu der „Verwässerung“ der Tomate. Die moderne Zuchtart hat dem Prozess die Krone aufgesetzt.

Floridas Wissenschaftler haben Gene entdeckt, die Träger des natürlichen Aromas und des Geschmacks sind. Sie haben neue Massnahmen entwickelt, unter denen die nächste Produktion imstande sein wird, wieder Früchte der höchsten Qualität zu produzieren. Allerdings wird es eine gewisse Minderung der Erträge mit sich bringen und sicher auch einen höheren Preis bedeuten. Wichtig ist auch, dass die Früchte an der Mutterpflanze reifen, und nicht im grünen Zustand gepflückt und in Lagern gereift werden. Tomaten muessen bei einer bestimmten Temperatur reifen – bei Kälte werden die Essenzen „vereist“ und damit vernichtet.

Legen Sie Tomaten nie in den Kühlschrank, wenn Sie ihren guten Geschmack erhalten und genießen wollen!

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Credit
Photo by Abdulla Al Muhairi
https://www.flickr.com/photos/serdal/

Categories: German, Science

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